Willi-Bredel-Gesellschaft
Geschichtswerkstatt e.V.

Die Willi-Bredel-Gesellschaft

Die Einrichtung der Gedenkstätte KZ Fuhlsbüttel veranlaßte 1988 Naziopfer, Historiker und geschichtsinteressierte BürgerInnen zur Gründung der Willi-Bredel-Gesellschaft. Mit Hilfe von Zeitzeugen, Experten und Laienforschern wollen wir durch Erinnerungsberichte, Lesungen, Diskussionen, Filmvorführungen, Rundgänge und Exkursionen zur Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewußtseins beitragen. So ist durch unsere regelmäßigen Veranstaltungen die Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichtsvermittlung geworden.

Die Willi-Bredel-Gesellschaft unterstützt Forschungsprojekte und Publikationen, die sich auf die Geschichte der Hamburger Arbeiterbewegung, den antifaschistischen Widerstand und die Stadtteilgeschichte von Fuhlsbüttel, Ohlsdorf, Langenhorn und Alsterdorf beziehen. Zu diesem Thema hat der Verein ein Archiv und eine Bibliothek aufgebaut, die in dem von Fritz Schumacher entworfenen alten Eingangsgebäude zum Ohlsdorfer Schwimmbad direkt gegenüber dem U-/S-Bahnhof öffentlich zugänglich sind. In dem jährlich erscheinenden WBG-Rundbrief wird über Forschungsergebnisse, Neuerscheinungen und das "Vereinsleben" berichtet.

Werden Sie Mitglied in der Bredel-Gesellschaft und engagieren Sie sich in den Arbeitsgruppen und Projekten.

Sie bekommen eine persönliche Einladung zu allen Veranstaltungen der Willi-Bredel-Gesellschaft. Sie bekommen den Rundbrief und andere Veröffentlichungen kostenlos zugeschickt.



Satzung der Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann den Zusatz „e.V.“. Der Sitz des Vereins ist Hamburg.

§ 2 Zweck

Der Zweck des Vereins besteht in der Erforschung und Vermittlung der Sozialgeschichte Hamburgs, insbesondere der Geschichte der Arbeiterbewegung und des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Schwerpunkte sowohl der Forschung als auch der Vermittlung der Arbeitsergebnisse durch öffentliche Bildungsveranstaltungen sind die Stadtteile Fuhlsbüttel, Langenhorn, Ohlsdorf und Alsterdorf. Zur Aufgabe des Vereine gehört es, Dokumente und andere Materialien zu sammeln, zu erschließen, zu pflegen und für Interessierte in allgemein benutzbarer Form bereitzuhalten. Gegebenenfalls werden auf Beschluss des Vorstandes seltene Originaldokumente an das Staatsarchiv Hamburg oder ähnliche Institutionen übergeben. Historische Inhalte, insbesondere neuere Forschungsergebnisse, vermittelt die Willi-Bredel-Gesellschaft im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Fachleuten, durch die Vorstellung neuer Publikationen, Diskussionen, Exkursionen und Vorführung von Filmen und Videos mit regional- und sozialgeschichtlicher Thematik. Die regelmäßige Durchführung derartiger Bildungsveranstaltungen in enger Kooperation mit der Gedenkstätte KZ Neuengamme und Verfolgtenverbanden soll dazu beitragen, die Gedenkstätte im Torhaus des ehemaligen Konzentrationslagers Fuhlsbüttel zu einer lebendigen Begegnungsstätte auszubauen.

§ 3 Vereinsvermögen

Der Verein verfolgt ausdrücklich und unmittelbar gemeinnützige Zwecks durch die Förderung von Forschung und Volksbildung. Die Tätigkeit des Vereins ist nicht auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung auf schriftlichen Antrag. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, der mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende schriftlich erklärt werden muss. Ein Mitglied kann durch den Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden, wenn es trotz schriftlicher Mahnung einen Jahresbeitrag nicht entrichtet oder die Ziele des Vereins erheblich geschädigt hat. Bei Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Rechte und Ansprüche gegen den Verein.

§ 5 Finanzielle Mittel

Die für seine Tätigkeit erforderlichen Mittel erwirkt der Verein durch Mitgliedsbeiträge, öffentliche Zuschüsse, Geld- und Sachspenden. Die Höhe des Beitrages legt die Mitgliederversammlung fest.

§ 6 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Die Einberufung muss spätestens vierzehn Tage vor der Versammlung schriftlich durch den Vorstand unter Angabe der Tagesordnung erfolgen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss auf schriftlichen Antrag von mindestens 1/3 der Mitglieder innerhalb von vier Wochen einberufen werden.

Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Sie beschließt mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Bei Satzungsänderungen ist eine 3/4-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand und zwei Kassenprüfer/innen, die dem Vorstand nicht angehören dürfen. Der Versammlung sind der Geschäftsbericht, der Kassenbericht sowie die Niederschrift der letzten Mitgliederversammlung vorzulegen.

über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Siederschrift anzufertigen, die von einem Vorstandsmitglied und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 7 Vorstand

Der Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Der Vorstand wird für zwei Jahre gewählt und bleibt bis zur Neuwahl im Amt.

Der Vorstand wählt aus seiner Mitte die/den Vorsitzende(n) und eine(n) stellvertretende(n) Vorsitzende(n). Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind die/der Vorsitzende und die/der stellvertretende Vorsitzende. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

Der Vorstand führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus, führt die laufenden Geschäfte und verwaltet das Vereinsvermögen auf ehrenamtlicher Basis.

§ 8 Auflösung des Vereins

über die Auflösung des Vereins beschließt die hierzu einberufene Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder.

Bei einer Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das gesamte Vereinsvermögen ausschließlich an Vereine, die ähnliche Ziele verfolgen und im Zeitpunkt des Vermögensanfalls als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung anerkannt sind. Die Mitgliederversammlung, die den Verein auflöst, benennt solche Vereine. Der entsprechende Beschluss über die Verwendung des Vereinsvermögens darf erst nach Einwilligung des Finanzamtes für Körperschaften ausgeführt werden.

§ 9 Eintragungsverfahren

Satzungsänderungen, die im Eintragungsverfahren von Gerichten, Verwaltungs- oder Finanzbehörden aus formellen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen.